So, ich hab’s geschafft und bin inzwischen mit dem Shinkansen (zwoschschsch…) zurück nach Tokio geheizt. Genauer gesagt nach Shinjuku. Das Wetter ist auch etwas gemäßigter geworden, gestern und heute waren es nur um die 30 Grad. Alles prima also soweit.
Vor meiner Abreise habe ich es mir nicht nehmen lassen ein Heimspiel des F.C. Kyoto heimzusuchen - leider lief es wie immer, wenn ich zum Fußball gehe: Sie haben verloren. Der Gegner ging früh in Führung und hielt das 0:1. In der zweiten Halbzeit hat Kyoto dann richtig aufgedreht und zwei totsichere Chancen vergeben. Aus dem Nichts fiel dann das 0:2. Damit hat die Mannschaft den Absprung vom letzten Tabellenplatz leider (zu recht) verpasst.
Naja, wie auch immer, die Stimmung war gut. Ich habe es mit Glück (cheapest ticket please) in den Fanblock von Kyoto geschafft und da war ordentlich was los. Also es war was los und es war sehr ordentlich. Im ganzen, leider nicht wirklich vollen Stadion gab es nur Sitzplätze. Um mich herum wurde aber trotzdem brav gestanden. Ich habe mir alle Mühe gegeben, bei den Fangesängen mitzumachen - an mir hat es also nicht gelegen.
Den Fans hat die Leistung ihrer Mannschaft wohl nicht so gepaßt und als diese nach dem Spiel zur Fankurve kamen um sich untertänig zu verneigen hagelte es Proteste. Ich hab zwar nicht wirklich verstanden, was da gesagt wurde, die Quintessenz war aber auch so herauszuhören.
Nach dem Spiel sind die Kyoto Fans und die Fans der Gastmannschaft brav in der selben Bahn nach Hause gefahren.
Nach diesem Highlight wollte ich in Tokio angekommen noch eins drauflegen und habe hier das Mobile Ashtray Museum besucht. Es handelt sich dabei nicht um ein fahrendes Aschenbechermuseum, sondern um ein Museum für Aschenbecher für unterwegs. Naja, Museum ist ehrlich gesagt übertrieben. Eigentlich handelt es sich um einen Raum im Gebäude von Japan Tobacco (dem drittgrößten Zigarettenhersteller der Welt - z.B. Camel!) und dort werden diese Aschenbecher in allen Variationen verkauft.
Selbstverständlich hab ich jetzt auch einen. Denn das Problem, das die japanische Politik im Rauchen sieht hat nicht etwa mit Gesundheit (bzw. Krankheit) zu tun, sondern mit dem Müll der durchs Rauchen erzeugt wird. So gibt Osaka angeblich Zehn Millionen Yen pro Jahr für die Beseitigung von Zigarettenkippen aus. Ich gehöre jetzt endlich zu den Clean Smokers.
Japan Tobacco gehört übrigens zu zwei Dritteln dem japanischen Finanzministerium.
Nach diesem wunderbaren Ausflug war ich in einem netten Restaurant Tonkatsu essen, eine japanische Spezialität! Grob gesagt handelt es sich dabei um paniertes Schweineschnitzel. Naja, ein bißchen anders als man das so kennt ist es natürlich schon, natürlich ist es so vorbereitet, dass man es mit Stäbchen essen kann. Und natürlich gibt es Misosuppe und Reis dazu. Mjamjam…












