So, meine Planungen für meinen restlichen Japan Aufenthalt sind für’s erste im Kasten. Ich habe erst mal mein Hotel in Osaka um zwei Nächte verlängert um von hier aus noch Nara und Kobe besuchen zu können. In Nara war ich heute, aber dazu später mehr. Meine Idee mit dem JR-Rail-Pass ist leider nichts geworden. Den gibts zwar für Leute mit “Temporary Visitor” Stempel im Pass (hab ich!) für 7, 14 oder 21 Tage und man kann damit so ziemlich alle Bahnstrecken Flatrate-mäßig fahren - aber leider gibts den nur außerhalb Japans zu kaufen. Hahahahahaha, hahaha, hahaaaaaa. Ich lach mich tot. Dieser Pass wurde erfunden um den Tourismus in ganz Japan zu fördern. Das ist bei mir wohl nicht mehr nötig, ich bin ja schon da.
So, meine auschweifenden Pläne halb Japan per Shinkansen zu bereisen sind damit also begraben, zugfahren macht zwar Spaß in Japan, ist aber leider auch nicht ganz billig. Also Alternativplan: Von Osaka die nähere Gegend abgrasen, danach für ein paar Tage nach Kyoto und hinterher wieder nach Tokio wo schließlich mein Flug nach L.A. geht.
Und heute gings mit Nara los. Nara war im 6. Jahrhundert mal die Haupstadt Japans und besticht durch einen riesigen Park mit allerlei Tempeln, Schreinen und Pagoden - jede Menge Weltkulturerbe wohin das Auge blickt. Zwischen all den kulturellen Errungenschaften laufen im ganzen Park freilebende Hirsche umher. Diese sind relativ entspannt und hauptsächlich auf die Hirsch-Kekse aus, die es an vielen Ständen im Park für Besucher zu kaufen gibt. Nichtsdestotrotz stehen eine Menge Schilder rum, auf denen darauf hingewiesen wird, dass die Hirsche wilde Tiere seien, und zwar mit folgenden Features: Beißen, Treten, Schubsen etc. Mir ist aber nichts passiert, sogar die meisten Hirschköttelhaufen bin ich gekonnt umgangen.
Und das gab’s sonst noch zu sehen:
Die Fünf-Stockwerke-Pagode: Pro Stockwerk einmal abgebrannt und zuletzt 1426 wieder aufgebaut. Seitdem - schätze ich - herrscht im ganzen Areal Rauchverbot.
Der Große Kasuga Schrein: Im Original im Jahr 710 gebaut, danach nach Shinto-Reglement über tausend Jahre lang alle 20 Jahre abgerissen und neu gebaut. Zuletzt 1863, da ist ihnen wohl die Lust vergangen.
Auf dem Weg dorthin: Ungefähr eine Fantastilliarde Steinlampen, von Bürgern gespendet um mir einen hübschen Anblick zu bieten.
Todai-ji Tempel mit der Großen Buddha Halle: Zuletzt 1709 ein drittel kleiner als das Original aufgebaut und trotzdem angeblich das größte Holzgebäude der Welt. Drinnen steht der größte Bronze-Buddha der Welt. Hui.
Auf dem Rückweg habe ich zum ersten mal japanisches Curry gegessen. Es sieht wirklich ekelhaft aus (man könnte an leichtgängige, braune Körperausscheidungen denken) schmeckt aber sehr lecker.
Bilder, Bilder, Bilder:















