Kirin: Brewed for good times

Das Bier, das ich gerade trinke, ist (wie ich gerade diesem Artikel entnommen habe) genau genommen ein Mitsubishi-Bier. Daher wundert es mich nun nicht mehr, dass es das auch mit Turbo-Lader gibt (10%). Auf meiner Dose (normal verbleit) ist übrigens die japanische Fußball-Nationalmannschaft abgebildet. Volks(fernseh)sport Nr. 1 ist in Japan allerdings Baseball. Man könnte meinen, das sei der langweiligste Sport der Welt, aber… nichts aber. Ich wollte im Fernsehen so lange zuschauen, bis etwas passiert. Nach einer halben Stunde habe ich aufgegeben.

Sehr unterhaltsam im japanischen Sportfernsehen ist dagegen Sumo-Ringen. Großer Jubel beim Publikum bricht immer dann aus, wenn einer der Athleten den anderen einfach an der “Hose” packt, ihn hochhebt und aus dem Ring trägt. Am besten ist es jedoch, wenn zu Beginn beide Kämpfer aufeinander losgehen, der eine einfach ausweicht und der andere seine eigene Masseträgheit nicht mehr kontrollieren kann und auf die Nase fällt. Echt witzig. Das findet auch das japanische Publikum.

Ich hab aber seit gestern nicht nur ferngesehen, sondern war auch viel unterwegs. Z.B. in Takeshita-Dori, wo hauptsächlich sehr bunte Waren an sehr junge Menschen verkauft werden. Außer Klamotten (Western-Style) und Plüschtieren hauptsächlich Handy-Hüllen, Handy-Anhänger und Handys.

In direkter Nähe liegt Omotesando. Diese Straße gilt als Champs-Élysées Tokios. Eigentlich ganz ähnlich, nur viel voller und nicht so dreckig. Genau genommen ohne jeglichen Dreck. Quasi klinisch rein.

Auch nicht weit: Der Meiji Jingu-Schrein. Der Meiji Tenno hatte Japan modernisiert und nach außen geöffnet. Deshalb stehen auf dem Weg dorthin nicht nur ein ganzer Haufen Sake-Fässer als Opfergabe, sondern direkt gegenüber jede Menge Holzfässer mit französischem Wein - den er wohl ganz gerne trank. Ob der Wein bei dieser Hitze dort gut gelagert ist bezweifle ich allerdings.

Zu Fuß war ich heute in Roppongi unterwegs. Dort habe ich auch zu Mittag gegessen. Und zwar das mit dem schönsten Bild in der Karte. Lecker war’s.

Und noch ein paar Bilder: