Am Eriesee angekommen war ich leider von einer Erkältung ziemlich angeschlagen und hing ein paar Tage in den Seilen. Da war es gut, dass wir unsere nächste Unterkunft für zwei Nächte gebucht hatten, nämlich ein sehr gemütliches Zimmer im Lakeview on the Lake, nördlich von Erie, südlich von North-East - so heißt tatsächlich der Ort.
Dort waren wir am nächsten Tag auch Wäsche waschen und zu Mittag essen. Im Waschsalon bezahlt man trotz Inflation noch immer mit Quarters. Da kommen so einige zusammen.
Der Eriesee wirkt nicht wie ein See, sondern wie das Meer. Ein anderes Ufer ist auch bei gutem Wetter nicht zu sehen. Und das doch, obwohl er der kleinste der großen Seen ist. Gezielte Recherchen von Lisa haben ergeben, dass der Eriesee einer Fläche von zehn Saarländern entspricht. Was das in Fußballfeldern bedeutet ist gänzlich unbekannt. Erstrecht Badewannen.
Von dort sind wir weitergefahren. Zu Mittag gab es zum ersten mal seit längerem etwas gesundes vegetarisches und außerdem sehr leckeres bei den Three Sisters in Ashtabula. Anschließend hatten wir einem Übernachtungsstopp in Sandusky, Ohio, wo es abends im “Thirsty Pony” noch ein Bier und Chicken Wings gab. Ein wirklich abgefahrener Laden.
Un weiter on the Road bis zum Lake Michigan, nach Michigan City, wo wir an einer Dreh-Eisenbahnbrücke im “Bridge Inn” zwei weitere Nächte verbracht haben und z.B. am Strand spazieren waren. In Michigan City haben sie übrigens ein besonders schönes Kohlekraftwerk, quasi mitten in der Stadt (Siehe Foto). Jemand hat diesem Klotz auf Google 5 Sterne gegeben, weil Klimawandel ist doof und gibt es gar nicht - oder so ähnlich.
Und dann ging es ab nach Chicago, aber davon später mehr…
„It’s 160 miles to Chicago, we have a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it’s dark, and we’re wearing sunglasses.“
„Hit it!“


















